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07.05.2018 | Liposuktion | Nachrichten

Laserunterstützte Liposuktion

Sicher Fett absaugen mit 1440 Nanometern

Autor:
Dr. Miriam Sonnet

Die laseruntertützte Liposuktion (LPL) ist bei Verwendung einer Wellenlänge von 1440 nm mit keinerlei Nebenwirkungen wie Verbrennungen, Gewebsschädigungen oder Flüssigkeitsansammlungen verbunden. Das zeigt eine neue Studie, die 1000 LPLs retrospektiv untersuchte [1].

Für eine Fettabsaugung stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Neben der Ultraschall- und Radiofrequenz-assistierten Methode kann die Liposuktion mittels eines Lasers erfolgen (laserunterstützte Liposuktion, LPL). Ein Vorteil ist unter anderem die Festigung von weichem Gewebe [1,2]. Außerdem gibt es weniger Blutverluste und die Patienten haben geringere postoperative Schmerzen [1,3].

Wie weitere Untersuchungen zeigten, ist die LPL mit einem Laser der Wellenlänge 1064 nm und 1320 nm sicher und effektiv [4]. Eine Wellenlänge von 1440 nm hat aber laut Autoren eines neuen Chart-Reviews eine höhere Spezifität für Wasser und Fettchromophore – und ist damit effektiver als andere Nanometerbereiche [1]. Fett könne daher mit weniger Hitzedispersion emulgiert werden und somit das Risiko von Verbrennungen verringern.

Keine Komplikationen durch Laserbehandlung

In dem retrospektiven Chart-Review wurden 1000 LPLs (611 Patienten, davon 426 Frauen und 185 Männer), die mit dem Nd:YAG Laser mit einer Wellenlänge von 1440 nm durchgeführt wurden, hinsichtlich Nebenwirkungen untersucht. Der mittlere Body Mass Index der Studienteilnehmer betrug 25,6 kg/m2 (Frauen) bzw. 29,4 kg/m2 (Männer), das mittlere Tumeszenzvolumen 2110 cc. Insgesamt wurde ein Volumen von 1256 cc aspiriert und an 14 Stellen abgesaugt (Hals, Trizeps, Axilla, männliche Brust, BH-Fett, Flanken, Hüften, Abdomen, Schamhügel, innere und äußere Oberschenkel, Knie, Waden, Knöchel). In 917 Fällen (91,7%) wurde mit einer lokalen Anästhesie behandelt, bei 83 (8,3%) fand die Fettabsaugung mittels intravenöser Sedierung oder unter Vollnarkose statt.

Insgesamt gab es nur eine Komplikation (0,01%), ein Hämatom, das nach einer LPL auftrat. Dieses war allerdings laut Autoren vom Patienten selbst verschuldet. Es trat auf, nachdem der Patient eine Schwellung in der behandelten Region fünf Tage nach Op. mit einer 18-Gauge Nadel selbst aspiriert hatte. Der Chirurg aspirierte das Hämatom erneut – dieses verschwand schließlich ohne weitere Therapiemaßnahmen.

Bei den anderen Fällen gab es weder Verbrennungen, noch Flüssigkeitsansammlungen oder Gewebsschädigungen. Auch verstarb kein Patient.

Fazit der Autoren

Eine LPL, die mit einem Laser mit 1440 nm Wellenlänge durchgeführt wird, ist sehr sicher und war in den 1000 untersuchten Fällen mit so gut wie keinen Komplikationen (Verbrennungen, Hospitalisierungen, Gewebsschäden) verbunden. Grund dafür ist laut Autoren die selektive Photothermolyse und der Lipozytenzelltod, die ohne eine exzessive und unnötige Hitzeproduktion einhergehen. Das Hämatom, das bei einem Patienten auftrat, war laut Autoren selbstverschuldet und konnte daher nicht mit der Laserbehandlung in Verbindung gebracht werden.

Literatur

Weiterführende Themen

Bildnachweise