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28.05.2018 | Körperkonturierung | Nachrichten

Adipozyten brechen bei 1060 nm auf

Fett weg durch Diodenlaser

Autor:
Dr. Miriam Sonnet

Methoden zur Fettreduktion gibt es viele – darunter auch häufig chirurgische Eingriffe. Bevorzugt werden aber immer öfter minimalinvasive Vorgehensweisen mit Lasern oder Kälte. Wie eine neue Studie zeigt, reduziert ein Diodenlaser mit einer Wellenlänge von 1060 nm Fett an den Flanken und bringt dabei nur leichte Nebenwirkungen mit sich.

Überflüssiges Fett kann zwar chirurgisch entfernt werden – die Genesung dauert allerdings lange und auch die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Alternative Methoden bieten Laser, hochintensiv-fokussierter Ultraschall, Radiofrequenzwellen sowie die Kryolipolyse.

Wie vorläufige Daten zeigen, könnte eine Behandlung mit einem Diodenlaser eine effiziente Methode für die nichtinvasive Fettreduktion sein. Eine Wellenlänge von 1060 Nanometern durchdringt dabei die Haut und erhitzt subkutante Adipozyten. Die Zellen werden aufgebrochen, extrazelluläre Lipide und zellulärer Debris werden vom Körper abgebaut.

Eine neue Studie [1] schließt an eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung an, in der hyperthermische Laser zur Zerstörung von Adipozyten benutzt wurden [2].

Effizienz und Sicherheit getestet

Die Studie rund um das Team von Bruce Katz testete die Fettreduktion der Flanken mit einem Diodenlaser. Die Autoren rekrutierten 49 Teilnehmer mit einem Body Mass Index ≤ 30 und Fettpölsterchen an den Seiten. Die Patienten wurden einmal an einer Flanke gelasert, die andere Seite diente als Kontrolle. Alle 49 Probanden wurden in die Bewertung der Methode hinsichtlich Sicherheit eingeschlossen, 42 davon wurden bezüglich Effizienz analysiert.

Fettreduktion (fast) immer eindeutig sichtbar

Drei Reviewer bewerteten die Fotografien, die bei jedem Teilnehmer vor und nach der Laserbehandlung angefertigt wurden. Die Experten hatten dabei keine Informationen darüber, welches Foto vorher und welches danach entstanden war. 90% der Fotografien wurden von den Reviewern korrekt zugeordnet – das heißt, dass es meist eindeutig war, welche Aufnahme zu welchem Zeitpunkt entstanden war.

Nach sechs Wochen hatte sich das Fett der Flanken um durchschnittlich 8% (+/- 5%) reduziert (Kontrollseite: 1% +/- 5%). Nach zwölf Wochen (n = 42) erhöhte sich dieser Wert auf durchschnittlich 13% (+/- 6%) und war signifikant höher als der der Kontrollgruppe (1% +/- 5%, p < 0,001).

96% der Teilnehmer (41/43) gaben an, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden waren (von leicht zufrieden bis sehr zufrieden).

Nur leichte Nebenwirkungen

Während der Behandlung traten bei den Teilnehmern Beschwerden auf, die im Mittel mit vier von zehn möglichen Punkten bewertet wurden (0 = keine Beschwerden, 10 = starke Beschwerden). Am häufigsten wurde dabei ein Diskomfort während des Laserns genannt.

Die meisten Nebenwirkungen (83%) waren leicht, 17% moderat und alle waren typisch für eine Laserbehandlung, wie etwa Ödembildungen, Erytheme und Schmerzen. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf.

Den Autoren zufolge bietet der Diodenlaser mit einer Wellenlänge von 1060 nm eine effektive Methode, um subkutanes Fett zu reduzieren. Das verwendete Lasersystem hat laut den Autoren den Vorteil, dass es die Behandlung von vier Regionen auf einmal erlaubt und mit 25 Minuten nur eine relativ kurze Behandlungszeit benötigt. Allerdings kann mit dem Gerät nur ein kleiner Anteil Fett pro Session entfernt werden. Patienten sollten daher keine unrealistischen Erwartungen an die Behandlung stellen. Eine zweite Laserbehandlung sechs Wochen später könnte das Ergebnis verbessern.

Hinweis:

Die Studie wurde von Cynosure Lasers gesponsert und im Juva Skin & Laser Center, New York und im Emerson Hospital, Concord, MA, durchgeführt.

Literatur

Weiterführende Themen