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01.10.2015 | Haut und Psyche | Übersichtsartikel | Onlineartikel

Skin-Picking-Syndrom

aus: Der Hautarzt 10/2015

Zeitschrift:
Der Hautarzt

Autoren: Priv.-Doz. Dr. V. Niemeier, E. Peters, U. Gieler

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Abstrakt

Die Störung ist charakterisiert durch ein dranghaftes, wiederholtes Skin-Picking (SP), das zu Hautläsionen führt. Die Betroffenen müssen wiederholte Versuche unternommen haben, das SP zu vermindern oder zu stoppen. Dabei muss die Erkrankung zu klinisch signifikanten Einschränkungen in den sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Bereichen des Lebens geführt haben. Die Symptome können nicht besser durch eine andere psychische Störung erklärt werden, und das SP ist nicht auf die direkte physiologische Wirkung einer Substanz oder einer anderen dermatologischen Erkrankung zurückzuführen. Das Skin-Picking-Syndrom (SPS) wurde im neuen DSM-V als eigenständiges Krankheitsbild in das diagnostische System aufgenommen und beschreibt die Selbstverletzung der Haut durch Knibbeln oder Kratzen bei zugrunde liegenden psychischen Störungen. Das SP wird den Impulskontrollstörungen zugeordnet und damit von den eigentlichen Zwangsstörungen abgegrenzt. Es finden sich gehäuft psychische Komorbiditäten. Bei ausgeprägter psychosozialer Einschränkung ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten und/oder Psychiater indiziert.

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