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07.08.2018 | FOBI 2018 | Kongressbericht | Nachrichten

Ästhetische Behandlungen

Fadenlifting: Neuer Baustein im ästhetischen Konzept

Autor:
Angelika Bauer-Delto

Fundierte, praxisnahe Fortbildung für ästhetisch tätige Hautärzte bot ein Kurs der Arbeitsgemeinschaft Ästhetische Dermatologie und Kosmetologie (ADK) auf der FOBI 2018 in München. Unter anderem wurde Neues zum Fadenlifting präsentiert.

Eine noch relativ neue Säule ästhetischer Behandlungskonzepte sei das Fadenlifting, berichtete Dr. Gabriele Feller-Heppt, Baden-Baden. Vor jedem ästhetischen Eingriff sei eine ausführliche Anamnese und kompetente Untersuchung der Haut unerlässlich. Daher gehöre das Fadenlifting in die Hand des Dermatologen.

Gute Erfahrungen macht die Dermatologin mit Fäden aus Polymilchsäure, die durch Kegel (Cones) stabil im subkutanen Gewebe verankert werden. Die Fäden werden nach ein bis zwei Jahren komplett resorbiert.    

Sofort nach der Behandlung kommt es zu einem direkten Lifting-Effekt. Zusätzlich stimuliert die Polymilchsäure im Laufe des Resorptionsprozesses die Kollagenneogenese und führt so nach und nach zu einer Verbesserung der Hautqualität. Das Verfahren eignet sich zur Gesichtskonturierung und besseren Definition von Wangen und Unterkiefer, auch Nasolabialfalten werden verbessert. Ein Anheben der Augenbraue und eine Straffung des Halses erfordere mehr Erfahrung, so Feller-Heppt. Heute ist für die Einbringung der Fäden eine lineare Technik der Goldstandard. Bei Bedarf werden anstatt U- oder V-Techniken besser zwei oder drei Fäden verwendet.

Wichtig sei die richtige Patientenauswahl, betonte die Dermatologin: Die Haut sollte nicht zu dünn sein. Ideal ist eine nur mäßige Erschlaffung. Ungünstig ist dagegen viel überschüssige Haut oder sehr wenig Unterhautfettgewebe. Auch bei Männern sei das Fadenlifting als schnelles, unkompliziertes Verfahren beliebt, berichtete Feller-Heppt. Die Ausfallzeit liegt bei zwei bis drei Tagen.

Mögliche Grübchen an der Eintrittsstelle, Hämatome, Hautfalten, Ödeme, Verhärtungen, Schmerzen oder minimale Entzündungen gehen in der Regel innerhalb weniger Tage vorüber. Verletzungen sensibler Nerven sind extrem selten, darüber sollte jedoch aufgeklärt werden, so Feller-Heppt.

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basierend auf: 26. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI), 24. – 28.07.2018 in München

Literatur

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