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07.01.2018 | Filler | Nachrichten

Filler komplikationsfrei nutzen

Welche Maßnahmen vor der Behandlung mit Fillern das Ergebnis verbessern

Autor:
Dr. Miriam Sonnet

Die Ergebnisse einer Filleranwendung können stark variieren. Um Komplikationen zu vermeiden und ein optimales Resultat zu erzielen, gilt es, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Was Anwender vor der Behandlung beachten sollten, lesen Sie in dieser Zusammenfassung.

Minimalinvasive Methoden sind im Trend. Auch der Markt für Filler wird immer größer, mittlerweile sind etwa 160 Produkte verfügbar [1]. Dabei unterscheiden sich diese unter anderem hinsichtlich Zusammensetzung, der Dauer des Effekts, der Handhabung sowie möglicher Komplikationen.

Für die Anwender ist es daher wichtig zu wissen, welche Faktoren die Resultate der Filleranwendungen beeinflussen. Das Team um Fernando Urdiales-Gálvez stellt dies nun, basierend auf den Ergebnissen einer Expertenrunde und einer Literatursuche, in einem Übersichtsartikel zusammen [2]. Teil eins der Studie umfasst die Maßnahmen vor der Behandlung.

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12.02.2018 | Filler | Nachrichten

Filler: Maßnahmen während und nach der Behandlung

Jede ästhetische Prozedur kann Komplikationen mit sich bringen – so auch die Injektion von Fillern. Mit den geeigneten Hygienemaßnahmen und der richtigen Technik lassen sich Nebenwirkungen allerdings verringern.


Hauteigenschaften, Ultraschall und Injektionstechnik

Ein essentieller Faktor, der das kosmetische Ergebnis beeinflusst, ist laut den Experten die Alterung der Haut. Dabei wird das Gewebe schlaffer, in bestimmten Regionen (zum Beispiel an der Stirn) verliert es an Masse. Andere Bereiche wiederum sammeln Fett an, etwa unter dem Kinn oder an den Wangen. Bei der Korrektur des alternden Gesichts sollten daher die verschiedenen Kompartimente separat behandelt werden. Genauso wichtig sei es, die Hautqualität zu beurteilen sowie Naevi bzw. Unregelmäßigkeiten zu berücksichtigen, die auf systemische Krankheiten hinweisen und die zu Komplikationen nach Filleranwendung führen können.

Eine vorherige Ultraschalluntersuchung kann hilfreich sein, um die Oberflächentopografie der Haut zu ermitteln und um vorherzusagen, was mit dem Filler unter der Hautoberfläche passiert. Standardisierte Fotografien werden mittlerweile routinemäßig von vielen Ästhetik-Spezialisten angefertigt und helfen, die Gesichtszüge zu analysieren. Die Autoren empfehlen, Fotografien im Winkel von 0,45 (rechts und links) sowie 90 Grad (rechts und links) zu erstellen. Außerdem sind dynamische Fotos sinnvoll, um Asymmetrien und den Grad der Hautschlaffheit bei Neigung des Halses zu bestimmen.

Für Anfänger ist die „linear threading“-Technik am besten geeignet. Auch die Kenntnis der Filler ist von entscheidender Bedeutung: Anwender sollten sich an die Anweisungen halten und Kontraindikationen beachten.

Aufklärung des Patienten

Essentiell ist die vorherige Beratung der Patienten, um zum einen den Grund für den kosmetischen Eingriff zu klären, zum anderen realistische Ziele der Behandlung festzulegen. Patienten, die die Behandlung aufgrund „externer“ Motivation (beispielsweise, um anderen zu gefallen) durchführen lassen, sind meist mit dem Ergebnis weniger zufrieden als solche, die eine intrinsische Motivation haben und allein für sich selbst besser aussehen möchten. Der Patient darf keine unrealistischen Erwartungen an die Anwendung haben und ist dementsprechend aufzuklären. Außerdem sind die Patienten über den verwendeten Filler, die möglichen Nebenwirkungen, die eventuell nötigen Nachbehandlungen bzw. die Pflege und die Injektionstechnik zu informieren. Die Autoren empfehlen, einen spezifischen Paragrafen bezüglich möglicher Probleme einzufügen, die auftreten können, wenn der Patient unter einer Immunkrankheit leidet.

Eine vollständige Krankheitsgeschichte des Patienten sollte vorliegen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Beispielsweise ist das Risiko für Hämatome höher, wenn der Patient Blutungsstörungen aufweist oder antikoagulierende Medikamente einnimmt. Eine Hypersensitivität gegenüber Lidocain sollte überprüft werden. Anti-ds-DNA-Antikörper reagieren mit Kollagen ­– Filler basierend auf Kollagen kommen daher für Patienten mit systemischem Lupus erythematosus nicht infrage.

Vorsicht ist auch geboten, falls ein Filler aus Streptokokken gewonnen wird und der Patient bereits vorher mit Streptokokken infiziert war. Einige Filler enthalten Spuren von Proteinen grampositiver Bakterien und sind für darauf allergisch reagierende Personen kontrainduziert. Auch bei Entzündungen rund um die zu behandelnde Region sollten Anwender aufpassen, denn eine aktive Entzündung führt zum Abbau des Fillers.

Literatur

Weiterführende Themen

Bildnachweise