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20.07.2016 | Eigenfetttransplantation zur Brustvergrößerung | Übersichtsartikel | Onlineartikel

Stellenwert der autologen Fetttransplantation in der ästhetischen Chirurgie des Mammakarzinoms

aus: Journal für Ästhetische Chirurgie 3/2016

Zeitschrift:
Journal für Ästhetische Chirurgie

Autor: Dr. D. Rezek

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Abstrakt

Die autologe Fetttransplantation gilt als sekundär rekonstruktives Verfahren und hat als Therapieziel eine Verbesserung der Lebensqualität. Beim Lipofilling wird autologes Fett in den Empfängersitus übertragen, um die Weichteilkontur der Empfängerregion zu optimieren. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Dank individualisierter Behandlungsmethoden steigen zwar die Heilungsraten, aber immer mehr Frauen müssen viele Jahre mit den Ergebnissen und Folgen der Operation leben. Auch wenn die Operationsverfahren immer differenzierter und an den individuellen Situs adaptiert sind, kommt es zu Narben, Defekten oder Einziehungen und Volumenverlust der Brust, durch eine nachfolgende Radiatio werden diese häufig verstärkt. Autologes Fett eignet sich zur Verstärkung des Weichteilmantels und zur Verbesserung der Kontur sowie auch der Hautperfusion und zum Volumenausgleich. Damit eignet Fett sich zur Rekonstruktion der Brust sowohl nach Mastektomie und Lappenplastik oder nach haut- und nippelsparender Mastektomie und Implantateinlage. Auch nach brusterhaltender Therapie eines Mammakarzinoms können Defekte, Asymmetrien und Narbenkonstriktionen mit Eigenfett kompensiert werden. Zu beachten ist, dass Fett ausschließlich in eine gesunde Brust transplantiert werden darf. Vor der autologen Fetttransplantation sollte ein Residualtumor oder ein Rezidiv sicher ausgeschlossen werden. Je länger die Karenzzeit zwischen der Onkochirurgie und dem Fetttransfer ist, desto höher ist die Sicherheit. Der Erfolg dieser Methode ist von profunden Kenntnissen der Methode, einer sorgfältigen Ausführung jedes einzelnen Behandlungsschrittes abhängig. Gemessen wird er an Parametern wie unbeeinträchtigte Beurteilbarkeit der Brust in der Bildgebung, Volumenstabilität und onkologische Sicherheit.

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