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08.05.2014 | Botulinumtoxin | Nachrichten

Gesichtsverjüngung

Botulinumtoxin subkutan entfaltet auch

Autor:
Dr. Robert Bublak

US-Mediziner haben die Effekte intramuskulärer und subkutaner Injektionen von Botulinumtoxin verglichen. Die Differenz beträgt praktisch null Komma null. Spritzen unter die Haut sind für die Patienten aber deutlich angenehmer.

Botulinumtoxin A ist das bevorzugte Mittel, wo es gilt, den oberen Partien des Gesichts ein jüngeres, weil faltenärmeres Aussehen zu verleihen. Mit Blick auf den Wirkmechanismus des Gifts scheint es nahezuliegen, die Injektionen in die entsprechenden Muskeln zu setzen, deren Kontraktionen für die Faltenbildung verantwortlich sind. Das funktioniert zwar. Für viele Kunden bewahrheitet sich dabei aber der Spruch: Wer schön sein will, muss leiden.

Denn Injektionen in die Muskeln schmerzen. Eine attraktive Alternative zu intramuskulären Spritzen sehen Faltenspezialisten um Eli Gordin vom Thomas Jefferson University Hospital in Philadelphia darin, Botulinumtoxin subkutan zu deponieren. Denn in der Subkutis, so die Idee dahinter, gibt es relativ wenige Schmerzrezeptoren.Botulinumtoxin A ist das bevorzugte Mittel, wo es gilt, den oberen Partien des Gesichts ein jüngeres, weil faltenärmeres Aussehen zu verleihen. Mit Blick auf den Wirkmechanismus des Gifts scheint es nahezuliegen, die Injektionen in die entsprechenden Muskeln zu setzen, deren Kontraktionen für die Faltenbildung verantwortlich sind. Das funktioniert zwar. Für viele Kunden bewahrheitet sich dabei aber der Spruch: Wer schön sein will, muss leiden.

Keine Differenz beim Brauenheben

Aber kann man sich tatsächlich schmerzfrei entfalten? „Ja“, sagen Gordin und Kollegen. Überprüft haben sie das an 19 Köpfen, die – randomisiert und elektromyografisch verifiziert – auf einer Gesichtshälfte intramuskuläre und auf der anderen Seite subkutane Stiche verabreicht bekamen. Zwei Wochen sowie zwei und vier Monate später prüften sie mithilfe eines standardisierten Messverfahrens die Fähigkeit der Kunden, die Augenbrauen zu lüpfen. Viel sollte dabei im Erfolgsfall mangels kontraktionsfähiger Muskulatur nicht mehr zu heben sein. Für die intramuskulären Injektionen bestätigte sich dies. Doch die Messungen nach subkutaner Spritzkur blieben nicht hinter den I.m.-Ergebnissen zurück. Zu keinem Messzeitpunkt war ein Unterschied zwischen den beiden Injektionsverfahren festzustellen.

Allerdings wurde die intramuskuläre Prozedur von den meisten Patienten als schmerzhafter empfunden. Auf einer Skala von 0 bis 5 (sehr unangenehm) rangierten die I.m.-Spritzen im Mittel bei 1,97, die S.c.-Injektionen bei 1,21. Auch bei der persönlichen Zufriedenheit mit dem Ergebnis gab es keine wesentlichen Unterschiede. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass vier Monate nach der Toxinbehandlung die Zufriedenheit auf der intramuskulär bespritzten Seite signifikant höher war. Der Punktwert lag hier im Schnitt bei 3,60; 5 wären das Maximum gewesen. Für die subkutan traktierte Gesichtsseite langte es hingegen nur für durchschnittlich 2,67 Punkte.

Das könnte heißen: Man muss nicht leiden, um schön zu sein – aber vielleicht, um sich schön zu fühlen.

Literatur

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