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01.07.2014 | Acne inversa | Übersichtsartikel | Onlineartikel

aus: Der Hautarzt 7/2014

Acne inversa

Einfluss assoziierter Faktoren auf den Schweregrad und das operative Ergebnis

Zeitschrift:
Der Hautarzt

Autoren: A. Ulrich, U. Hildebrandt, PD Dr. J. Ulrich

Verlag: Springer-Verlag

Abstrakt

Die Acne inversa (AI) ist eine chronisch fistulierende und abszedierende Entzündung, deren genaue Ätiologie bislang nicht geklärt werden konnte. Es wurde eine Reihe von Triggerfaktoren identifiziert, deren Einfluss auf die Entstehung und Ausprägung der Erkrankung weiterhin kontrovers diskutiert wird.
Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurden 84 Patienten mit AI, bei denen 113 operative Eingriffe wegen der Erkrankung erfolgten, untersucht. Dabei wurden sowohl bekannte externe und interne Triggerfaktoren als auch das operative Vorgehen und dessen Ergebnis sowie Parameter zur Lebensqualität und Patientenzufriedenheit ausgewertet.
Der mittlere Schweregrad der AI (Sartorius-Score) lag bei 43,4 ohne geschlechtsspezifische Unterschiede. Der Anteil der Raucher war mit 93 % sehr hoch. Es bestand jedoch keine Korrelation zwischen Rauchen und dem Schweregrad der Erkrankung. Übergewicht bzw. Adipositas (77 % aller Patienten), das Erstmanifestationsalter, eine positive Familienanamnese bezüglich einer AI, das Vorhandensein atypischer Lokalisationen und eine schwere Akne in der Eigenanamnese zeigten sich jedoch als signifikante Faktoren in Bezug auf den Schweregrad. Bis auf das Alter bei Erstmanifestation und eine schwere Akne in der Anamnese waren diese Faktoren auch unabhängige Prädiktoren für den Schweregrad in der multivariaten Analyse. Die postoperative Rezidivrate lag bei 12,4 % und war bei starken Rauchern signifikant erhöht. Sie zeigte jedoch keine Abhängigkeit vom Typ des Wundverschlusses. Die Auswertung der Selbsteinschätzung zur Lebensqualität der Patienten ergab postoperativ eine 70 %ige Verbesserung.
Die radikale Exzision aller AI-Läsionen mit nachfolgend sekundärer Wundheilung oder Spalthauttransplantation führt in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien zu einer akzeptablen Rezidivrate und verbessert die Lebensqualität der betroffenen Patienten nachhaltig.

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